Ritter David Welf von Wolfsfurth

DavidIch entstamme einer Nebenlinie der Herren von Burg Lürken. Meine Familie lässt sich auf jene freie fränkischen Wehrbauern zurück verfolgen, die im Laufe der Zeit zu freien Ritter aufstiegen und neben den unfreien Ministerialen den Hauptteil der deutschen Ritterschaft stellen. Seit Generationen sind die Mitglieder meiner Familie mit der Verwaltung der Krongüter (Fisklagüter), im Umfeld der Aachener Pfalz, betraut. Wappen_David_Andreas

Ich selbst wurde im Spätsommer 1178 als ältester Sohn des Ritters Raso von Wolfsfurt auf dem Wehrhof Gut Hoheneich geboren.
Nach meiner Zeit als Page, am nahen Königshof in Aquisgranum, gaben meine Eltern mich in die Obhut der Ritterbrüder vom Hospiz des heiligen Johannes zu Jerusalem, um dort meine Knappenzeit abzuleisten und neben dem ritterlichen „Handwerk“ noch einige Grundlagen der Medizin zu erlernen. Dort unterrichtete mich mein Großvetter Joakim von Scherberich  im Umgang mit den Waffen.
Gemeinsam mit ihm und unseren Ordensbrüdern schloss ich mich dem Kreuzzug Friedrich Barbarossas an. Dabei machte ich die Bekanntschaft von Alfheri von Haarbach und Johannes von Merberen. Mein Verband zog über Rom nach Messina, wo wir auf ordenseigene Schiffe einschifften und nach Zypern segelten. Von dort aus schalteten wir Piratenlager aus, um die Nachschubwege unserer Waffenbrüder zu sichern. Beim Angriff auf eins dieser Lager, trafen mich drei feindliche Pfeile, so dass der Kreuzzug an dieser Stelle für mich beendet war. Obwohl meine Rüstung mich vor dem Schlimmsten bewahrt hatte, erlebte ich das Ende des Kreuzzuges in einem Hospital des Ordens auf Rhodos.
David Manesse

Als ich mich mit 18 Jahren entscheiden musste, ob ich auf ewig im Orden verbleiben wollte, entschied ich mich jedoch für ein Leben als Weltlicher.

Im Jahre 1204 rückten Truppen des Herzogs von Limburg, auf kaiserlichen Befehl, gegen das Fiskalgut vor, um eine Strafe gegen unseren Lehnsherren Graf Arnold von Heinsberg durchzusetzen. Da wir den herzöglichen Truppen nichts entgegenzusetzen hatten verschanzte sich mein Vater auf Gut Hoheneich. Mit einer kleinen Gruppe Reitern gelang indes immer wieder den limburgischen Nachschub zu überfallen und so die Belagerung des Wehrhofes zu stören. Nachdem der Kaiser dem Herzog von Limburg den Rückzug befohlen hatte, entschied Herzog Lothar, durch meinen Kampfeswillen beeindruckt, mich zum Ritter zuschlagen. Seitdem diene ich unserem Arnold von Heinsberg als Vogt. Dabei unterstützt mich Joakim von Scherberich als Frohnbote.

 

Falls Euch der Beitrag gefällt, bitte teilen....Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on LinkedIn
Linkedin