Ritter Alfheri vom Haarbach

Ritter Alfheri vom Haarbach

Oliver_klein

Als nachgeborener Sohn eines freien Ministerialen, der kein großes Erbe zu erwarten hatte, begab ich mich, in der Hoffnung auf reiche Beute und Vergebung meiner Sünden, auf Kreuzzug ins Heilige Land. Als ich von dort nach einiger Zeit, körperlich zwar unversehrt, aber nicht unbedingt mit reichlicher Beute gesegnet, in die Heimat zurückkehrte, fand ich das väterliche Gut, im Zuge einer Fehde mit Fürst Andreas zu Eyneburg, zerstört vor. Von den Meinen waren nur noch meine Kinder Tamara und Andreas, mein Erstgeborener, am Leben, die im Wald bei der Familie eines Jagdaufsehers meines Vaters Unterschlupf gefunden hatten. Von da ab führte ich das Wappen meiner Familie im Schilde, und versuchte, ihm im Kampf Ehre zu machen.

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Auch meine nachgeborene Schwester Claudia hatte, da sie auf Reisen war, überlebt und in Aquisgranum, der nahegelegenen Freien Reichs- und Kaiserstadt, Unterschlupf und Schutz gefunden. Unterstützung und Aufnahme fand ich bei Herzog Lothar von Limburg, von dem ich auch den Ritterschlag und die Schwertleite, sowie ein Lehen im nahe Aquisgranum gelegenen limburgischen Herrschaftsgebiet erhielt. Im Zuge zahlreicher Feldzüge und Heerlager, die darauf folgten, traf ich des öfteren auf Dienstmannen des Herren von Hammerstein, mit denen so mancher Krug Met und Drachenblut geleert wurde. Und so nahm es nicht wunder, dass ich auch an einigen Feldzügen und Lagern des Hammersteiner Fürsten teilnahm, soweit mir meine Aufgaben am Hofe des Herzogs dies erlaubten. Hier sei vor allem die Eroberung der Burg Freienfels zu nennen, die allen Widrigkeiten zum Trotz fast ohne Verluste eingenommen werden konnte! Meinen Sohn Andreas habe ich vor kurzem als Pagen an den Hof des Prinzen Norbert von Thule gegeben, auf dass er dort Demut, aber auch das edle Handwerk eines Ritters erlerne!

Oli Manesse

Meine Tochter Tamara zieht es, seit sie bei einigen Turnieren und Märkten das fahrende Volk bestaunte, immer wieder zu den Gauklern. Sie freundete sich sogar mit einigen,
wie Pigeldi van Kelme und Kenzo dem Gaukler, an und erlernte einige ihrer Kunststücke, auch wenn dies nicht unbedingt mit ihrem Stand vereinbar ist. Doch wie soll ein
ständig auf Feldzügen befindlicher Vater Einfluss auf die Flausen seiner Tochter nehmen können?
Doch begab es sich um das Samhain-Fest auf Gut Hebscheid im Jahre des Herrn 2010 herum, dass eine holde Maid Gefallen an mir fand.
Nach einigen Komplikationen fanden wir letztlich zusammen. Constanze zu Saarfels heißt meine angebetete Holde, der ich nach allen Regeln der Kunst der Hohen Minne den Hof machte und auch weiterhin mache. Mein Lehen hat nun während meiner Abwesenheiten eine Verwalterin,
und meine Kinder genießen tatsächlich die Aufsicht und Fürsorge, die
ihnen zuteil wird!

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