Knappentritt des Sven vom dunklen Tal


Mit den „Knappentritt“ wird der Page zum Knappen. Durch einen symbolischen Tritt in das Hinterteil des vornüber gebeugten Knappen, wird die „Knechtschaft“ der Pagenzeit beendet. In der Knappenzeit werden die Kenntnisse aus der Pagenzeit vertieft und durch praktische Übungen und Unterweisungen in den Waffenkünsten und dem Erlernen der strengen Turnierregeln ergänzt. Am Turnier – mit Ausnahme des Knappenturniers und des Buhurts – darf der Knappe jedoch noch nicht teilnehmen. Indes lernt der „Jüngling“ nicht nur kämpfen. Von ihm wird auch erwartet, dass er seine Manieren verfeinert. Ein wohlerzogener Knappe muss tanzen und hofieren können; auch muss er das Brettspiel verstehen sowie das erlegte Wild fachgerecht ausweiden und zerlegen. Zusätzlich sind Kenntnisse der Heraldik, der Etikette, der ritterlichen Tugenden, dem Lesen und Schreiben sowie des Eynen göttlichem Gesetz notwendig. Ausserdem muss der Knappe jede Fleischsorte bei Tisch in der richtigen Weise vorschneiden können. Er hat dem Herrn am Abend beim Auskleiden zu helfen, dessen Haare zu kämmen und muss mit der Pflege und Reparatur der Waffen vertraut sein, um die Rüstung seines Herrn in gutem Zustand halten, zerscheuerte Lederteile ersetzen und Rostflecken wegpolieren zu können. Der Knappe steht immer unter der Aufsicht seines Herrn – auch im Kampf. Die Entscheidung ob der Knappe kämpfen darf trifft allein sein Herr. In Notfällen darf der Knappe zur Waffe greifen, um sich oder andere zu schützen. Der Herr übernimmt sämtliche Verantwortung für das Handeln seines Knappen. Diese Ehre hat nun Sven vom dunklen Tal von seinem Reichs Ritter Harald von Berensteyn erhalten. Während einer Feier auf Satzvey erhielt er den Knappentritt.

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