Anna Mathilde von Hildinisheim Witwe des Freiherren von Raeren

Ich wurde als Anna Mathilde von Hildinisheim auf dem Gut meiner Eltern in Hildesheim geboren. Als Gefolgsmann des Hildesheimer Bischofs nahm mein Vater auch an den Turnieren am bischöflichen Hof teil. Auf einem dieser Turniere lernte ich den Ritter Rodebert von Calk kennen, der in einer Delegation des Erzbischofs von Köln am Turnier teilnahm. Nachdem dieser um Meine Hand angehalten hatte folgte ich ihm nach Raeren, wo er als Verwalter für das Aachener Marienstift tätig war. Schließlich wurde er, für seine Dienste, zum Freiherren von Raeren erhoben und ich lebte mit ihm glückliche auf der Burg, die wir gemeinsam errichten ließen.

Es hätte ein so beschauliches Leben werden können, doch dann entschloss Rodebert sich mit einigen Freunde dem Kreuzug Friedrich Barbarossas anzuschließen. Wie ich später von seinen Waffenbrüdern erfuhr, wurde Rodebert bei Kämpfen bei Philomelion von diesen getrennt und in einen Hinterhalt gelockt. Dort fiel er dann in mitten seiner Soldaten.

Ohne meinen geliebten Mann konnte ich Raeren nicht länger halten und entschied mich als Laienschwester dem Kloster Reichenstein beizutreten. Den Streitereien zwischen den Chorherren und den Chordamen in diesem Doppelkloster hielt ich mich fern und widmete mich lieber der Medizin.

Eines Morgens wurden meine Mitschwestern und ich beim Sammeln von Wildkräutern von Bewaffneten überfallen. Alleine mir und meiner Mitschwester Katharina von Bensburc gelang die Flucht.

Auf der Flucht trafen wir zufällig auf die alten Waffenbrüder Rodeberts, auf dem Weg zum Turnier, die uns Aufnahme und Schutz boten.

Seitdem begleiten wir diese und kümmern uns um deren, von Turnieren und Kämpfen bedrohtes, Wohl.

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